Vorbereitung
So machen Sie ein Bewerbungsfoto mit dem Handy
Für ein Bewerbungsfoto mit dem Handy brauchen Sie kein Studio: Stellen Sie das Telefon auf Augenhöhe, stehen Sie etwa 1,5 Meter entfernt und blicken Sie in weiches Fensterlicht. Fotografieren Sie Kopf und Schultern mehrfach und wählen Sie danach die schärfsten Aufnahmen aus.
Aktualisiert am 12 Min. Lesezeit

In fünf Schritten zum Handy-Porträt
So bereiten Sie ein professionelles Foto zu Hause vor, bevor Sie auf den Auslöser drücken.
Ein Fenster finden
Stellen Sie sich tagsüber mit dem Gesicht zum Fenster; das Handy steht zwischen Ihnen und dem Fenster. Bei bedecktem Himmel ist das Licht besonders weich. Fällt direkte Sonne herein, treten Sie vom Glas zurück oder suchen Sie draußen offenen Schatten. Das Fenster sollte nicht hinter Ihnen liegen.
Etwa 1,5 Meter Abstand nehmen
Ein Selfie aus Armlänge lässt Nase und Gesicht durch die kurze Aufnahmedistanz breiter wirken. Stellen Sie das Handy ab oder bitten Sie jemanden um Hilfe und gehen Sie etwa fünf Fuß, also 1,5 Meter, zurück. Gesicht und Schultern sollen den Bildausschnitt weiterhin gut füllen. Nutzen Sie eine optische 2-fach-Linse, falls vorhanden.
Kamera auf Augenhöhe bringen
Ein Regal, ein Bücherstapel oder ein einfaches Stativ reicht. Von unten fotografiert tritt das Kinn hervor; von oben wirkt der Kopf kleiner. Stellen Sie den Selbstauslöser auf 3 oder 10 Sekunden oder verwenden Sie eine Uhr beziehungsweise einen Bluetooth-Auslöser, damit Sie Abstand nehmen können.
Belichtung auf das Gesicht legen
Tippen Sie auf dem Bildschirm auf Ihr Gesicht, damit Fokus und Belichtung dort liegen statt auf dem hellen Fenster. Beim iPhone halten Sie gedrückt, bis „AE/AF-Sperre“ erscheint. Bei vielen Android-Kameras können Sie danach die Helligkeit verschieben oder den Fokus sperren. Die Haut soll natürlich wirken, weder überbelichtet noch grau und dunkel.
Mindestens 20 aufnehmen, 8 bis 15 auswählen
Machen Sie kurze Serien und verändern Sie zwischen den Bildern Ausdruck und Schulterwinkel. Behalten Sie die schärfsten, gleichmäßig beleuchteten Fotos. Smart Headshots AI benötigt mindestens 8 akzeptierte Aufnahmen und erlaubt bis zu 15. Drei oder vier davon sollten eine andere Person oder der Selbstauslöser aus etwas größerem Abstand aufnehmen.
Abstand und Objektiv: Warum Selfies aus Armlänge ungünstig sind
Bei einem Porträt ist der Abstand der Kamera entscheidend. Die Hauptkamera vieler Smartphones hat ein Weitwinkelobjektiv, ungefähr im Bereich von 24 bis 26 mm Kleinbildäquivalent; die Frontkamera ist oft noch weitwinkliger. Aus kurzer Distanz erscheinen die kameranahen Gesichtspartien größer: Die Nase tritt hervor, Wangen und Ohren rücken optisch zurück. Das ist eine Perspektivwirkung, kein Fehler Ihres Gesichts.
Für ein einzelnes Foto ist sie vor allem unvorteilhaft. Für KI-Porträts kann sie sich durch das gesamte Ergebnis ziehen: Bestehen die Ausgangsfotos überwiegend aus Selfies aus Armlänge, lernt das Modell diese verzerrte Perspektive mit. Deshalb bitten wir um mehrere Fotos aus etwas größerer Entfernung.
Stellen Sie das Handy auf ein Regal oder Stativ oder geben Sie es einer anderen Person. Stehen Sie etwa 1,5 Meter entfernt. Ihr Gesicht erscheint dann kleiner im Sucher; wenn das Handy eine optische 2-fach- oder 3-fach-Linse besitzt, können Sie damit näher heranholen. Starker Digitalzoom schneidet dagegen nur Pixel aus der Bildmitte weg. Ohne Telelinse bleiben Sie besser bei 1-fach und lassen etwas mehr Schulter im Bild. Ein scharfes, etwas weiteres Foto ist hilfreicher als ein unscharf vergrößertes.
Wie groß sollte der Abstand sein? Etwa 1,5 Meter sind ein guter Anfang. Mit optischer 2-fach-Linse können auch 1,8 bis 2,1 Meter gut funktionieren. Jenseits von ungefähr drei Metern wird das Gesicht auf vielen Handybildern zu klein.
Abstand: einen Schritt zurück, dann optisch heranholen


Licht: Ein Fenster genügt
Für ein Porträt mit dem Handy brauchen Sie meist weder Ringlicht noch Softbox. Ein Fenster, eine ruhige Wand und die richtige Position reichen oft aus.
Fensterlicht (am besten). Tageslicht am Fenster fällt großflächig und weich auf das Gesicht. Es hellt die Augenpartie auf und vermeidet den Farbstich mancher Lampen. Stehen Sie etwa 60 bis 120 cm vom Fenster entfernt, mit dem Handy zwischen Ihnen und dem Glas. Ist eine Gesichtshälfte deutlich heller, drehen Sie sich leicht oder dämpfen Sie direktes Licht mit einem weißen Tuch.
Offener Schatten im Freien (gut). Die Schattenseite eines Gebäudes oder eine Veranda bei hellem Wetter bietet weiches Licht. Blicken Sie in Richtung des hellen Himmels und meiden Sie fleckige Schatten von Blättern.
Deckenlampen (möglichst vermeiden). Licht von oben wirft Schatten in die Augenhöhlen sowie unter Nase und Kinn. Manche Leuchten färben die Haut gelb. Bei gutem Fensterlicht schalten Sie die Raumbeleuchtung besser aus.
Gegenlicht (schwierig). Steht das Fenster hinter Ihnen, belichtet das Handy häufig für den hellen Hintergrund; das Gesicht wird dunkel. Wenn es keinen anderen Platz gibt, legen Sie die Belichtung auf das Gesicht und nehmen ein helles Fenster in Kauf.
Blitz und Ringlicht (meist unnötig). Der Handyblitz sitzt dicht am Objektiv und erzeugt hartes, flaches Licht. Ein Ringlicht zeichnet oft einen Kreis in die Augen. Weiches Fensterlicht wirkt meist natürlicher.
Welches Licht ist ideal? Helles, gleichmäßiges Licht von vorn. Die Augen müssen erkennbar sein; unter Nase und Kinn sollten keine harten Schatten liegen. Darauf achtet auch unsere Foto-Prüfung.
Licht: zum Fenster blicken statt davorstehen


Bildausschnitt: Kopf und Schultern, Augen im oberen Drittel
Halten Sie das Handy hochkant. Kopf und Schultern sollen zu sehen sein, dazu etwas Hals, oberer Brustbereich und ungefähr eine Handbreit Platz über den Haaren. Ein extremer Ausschnitt nur mit dem Gesicht ist zu eng; eine kleine Person in einem großen Raum ist zu weit entfernt. Für den Upload sollten Gesicht und Schultern den Großteil des Bildes ausfüllen.
Positionieren Sie die Augen ungefähr auf der Linie ein Drittel unter dem oberen Rand. Halten Sie das Handy gerade: Ein schiefer Hintergrund lässt selbst ein gutes Porträt unruhig wirken.
Halten Sie Haare und Hände aus dem Gesicht und nehmen Sie Sonnenbrillen ab. Verdeckte Augen, ein größtenteils verdecktes Gesicht oder eine zweite Person im Bild sind Gründe, eine Aufnahme zurückzuweisen.
Blicken Sie zur Kamera. Sie können die Schultern um etwa 20 bis 45 Grad drehen und das Gesicht wieder zum Objektiv wenden. Weitere Hinweise zu Winkel, Kinn und Ausdruck finden Sie im Posen-Ratgeber. Bei der Kleidung helfen schlichte, mittlere Farbtöne. Der Hintergrund der Ausgangsfotos darf ruhig einfach sein; den fertigen Look wählen Sie später. Unser Hintergrund-Ratgeber erklärt die Möglichkeiten.
Bildausschnitt: Gesicht und Schultern füllen das Bild


Zwei Posen zum Nachmachen, zwei Fehler zum Vermeiden
Die ersten beiden Bilder zeigen geeignete Haltung und Entfernung; die letzten beiden zeigen typische Fehler bei Abstand und Kamerahöhe.




iPhone oder Android: Welche Kameraeinstellungen helfen?
Die Standardkamera ist auf Schnappschüsse ausgelegt. Für ein Porträt gelten auf iPhone, Pixel und Galaxy dieselben Grundsätze; nur die Menünamen können abweichen.
Rückkamera statt Frontkamera. Die Hauptkamera bietet bei vielen aktuellen Geräten mehr Auflösung und oft eine günstigere Perspektive. Eine optische 2-fach- oder 3-fach-Linse sitzt in der Regel ebenfalls hinten. Dass Sie das Display beim Fotografieren nicht sehen, gleichen Selbstauslöser und eine feste Ablage aus.
Porträtmodus aus. Der Softwaremodus zeichnet den Hintergrund künstlich unscharf und schätzt dabei die Haargrenze. Solche Fehler können das Training stören. Fotografieren Sie im normalen Fotomodus; den gewünschten Hintergrund erhalten die fertigen Porträts später.
Selbstauslöser. Auf dem iPhone finden Sie den Timer über die Kamerasteuerung, oft per Wischen nach oben im Sucher; bei Pixel und Galaxy meist in der oberen Leiste. Wählen Sie 3 oder 10 Sekunden. Auch eine Smartwatch oder ein Bluetooth-Auslöser kann helfen.
HDR und Bildstile. Lassen Sie die automatische HDR-Funktion eingeschaltet, damit Fenster und Gesicht in einem Bild gut belichtet sind. Deaktivieren Sie Gesichtsretusche, „Beauty“-Funktionen, Filter und stark kontrastierende Stile.
Dateiformat. HEIC und JPEG vom iPhone sowie JPG, PNG und WEBP werden akzeptiert, jeweils bis 15 MB. Laden Sie Originaldateien hoch, keine Screenshots und keine Bilder, die aus einem Chat erneut gespeichert wurden.
Kameraeinstellungen auf einen Blick
| Einstellung | iPhone | Android (Pixel, Galaxy) | Warum sie hilft |
|---|---|---|---|
| Kamera | Rückkamera, 1-fach oder 2-fach | Hauptkamera hinten, 1-fach oder 2-fach | Mehr Bilddetails und oft günstigere Perspektive als die Frontkamera |
| Porträtmodus | Aus, normaler Fotomodus | Aus, normaler Fotomodus | Künstliche Unschärfe kann die Haargrenze verfälschen |
| Zoom | Optisch 2-fach, falls vorhanden; kein starker Digitalzoom | Optisch 2- oder 3-fach, falls vorhanden; kein Digitalzoom | Optische Brennweite hilft beim Ausschnitt; Digitalzoom verwirft Pixel |
| Timer | 3 oder 10 Sekunden | 3 oder 10 Sekunden | Sie können bei abgestelltem Handy Abstand nehmen |
| Belichtung | Gesicht antippen, für AE/AF-Sperre halten | Gesicht antippen, Helligkeit anpassen oder sperren | Das Gesicht statt des Fensters bestimmt die Belichtung |
| HDR | Smart HDR an | HDR+ oder Auto HDR an | Helles Fenster und Gesicht bleiben eher gemeinsam erkennbar |
| Blitz | Aus | Aus | Vermeidet hartes Licht und rote Augen |
| Retusche und Filter | Standardstil, kein Filter | Gesichtsretusche oder Beauty aus, kein Filter | Das Modell soll echte Merkmale lernen |
| Format | HEIC oder JPEG | JPEG als Standard | JPG, PNG, WEBP und HEIC bis 15 MB pro Bild |
| Ausrichtung | Hochkant | Hochkant | Kopf und Schultern mit etwas Platz über den Haaren |
Checkliste für Ihr Handy-Porträt
Gut
- Bei Tageslicht zum Fenster blicken; das Handy steht zwischen Ihnen und dem Glas
- Etwa 1,5 Meter Abstand nehmen und das Handy auf Augenhöhe abstellen
- Rückkamera und optische 2-fach-Linse nutzen, falls vorhanden
- Fokus und Belichtung vor jeder Serie auf das Gesicht legen
- Mindestens 20 Bilder mit unterschiedlichen Ausdrücken und Schulterwinkeln aufnehmen
- Drei oder vier Fotos durch eine andere Person oder mit Timer aus Abstand aufnehmen
- 8 bis 15 Originaldateien auswählen
Vermeiden
- Aus Armlänge mit der Frontkamera fotografieren
- Mit Fenster oder hellem Himmel im Rücken stehen
- Porträtmodus, Beauty-Filter oder Blitz verwenden
- Augen oder große Teile des Gesichts mit Sonnenbrille, Hut oder Händen verdecken
- Eine zweite Person im Bild haben, auch nicht im Hintergrund
- Nahezu identische Aufnahmen mehrfach auswählen
- Screenshots oder aus Chats erneut gespeicherte Bilder hochladen
Welche Fotos werden beim Hochladen zurückgewiesen?
Jedes Foto wird vor dem Training geprüft. Die Prüfung ist bewusst großzügig: Eine normale oder durchsichtige Brille ist erlaubt, leichte Unschärfe kann durchgehen, und „verdeckt“ wird ein Gesicht erst, wenn ein Großteil verborgen ist. Typische Hinweise auf dem Upload-Bildschirm sind:
- Zu dunkel. Meist steht die Person vor einem hellen Fenster oder in einem schwach beleuchteten Raum.
- Zu weit entfernt. Kommen Sie näher oder verwenden Sie eine optische Telelinse; schneiden Sie kein winziges Gesicht aus einem weiten Bild heraus.
- Zu unscharf. Verwacklung oder falscher Fokus machen Gesichtszüge schwer erkennbar. Ein Timer verhindert Erschütterung beim Auslösen.
- Zu seitlicher Winkel. Die Schultern dürfen gedreht sein, das Gesicht sollte wieder zur Kamera zeigen.
- Sonnenbrille, verdecktes Gesicht, kein Gesicht oder mehrere Personen. Augen und Gesicht müssen erkennbar sein; Sie sollten allein im Bild sein.
- Doppeltes Bild. Behalten Sie eine Aufnahme und ersetzen Sie die fast gleiche durch eine andere Perspektive oder einen anderen Ausdruck.
Die Gesichtserkennung auf Ihrem Gerät gibt vor dem Upload nur einen Hinweis; sie entscheidet nicht endgültig. Sie können Ihre Auswahl zunächst mit dem kostenlosen Foto-Check prüfen. Er läuft im Browser und lädt Ihre Datei dafür nicht hoch. Ein positives Ergebnis garantiert aber nicht, dass die spätere Upload-Prüfung jedes Bild akzeptiert.
Was tun mit den fertigen Aufnahmen?
Wählen Sie die 8 bis 15 schärfsten und gleichmäßig beleuchteten Fotos. Vielfalt ist wichtiger als ein starrer perfekter Ausdruck: neutrale Mimik und echtes Lächeln, ein paar Schulterwinkel, nach Möglichkeit unterschiedliche Oberteile. Mindestens drei oder vier Bilder sollten eine andere Person oder ein Timer aus etwas größerem Abstand aufgenommen haben. Acht akzeptierte Fotos sind das Minimum; zwölf bis fünfzehn gute Bilder geben dem Modell mehr Auswahl.
Danach wählen Sie bei Smart Headshots AI ein Paket und laden die Bilder hoch. Das Professional-Paket zeigt einen neutralen Business-Look; das LinkedIn-Paket ist auf Profilbilder ausgerichtet. Die übliche Bearbeitungszeit beträgt beim Starter-Tarif etwa 2 Stunden für 40 Porträts, bei Professional etwa 1 Stunde für 60 und bei Executive 30 bis 45 Minuten für 100. Professional und Executive enthalten je eine kostenlose Wiederholung, Starter keine. Jeder Tarif bietet eine volle Rückerstattung innerhalb von 7 Tagen. So lange bleiben auch die Ausgangsfotos erhalten, damit eine Wiederholung mit dem ersten Ergebnis verglichen werden kann.
Ein professionelles Porträt lässt sich also zu Hause aufnehmen. Entscheidend sind Licht, Abstand und Bildausschnitt, nicht der Raum. Nehmen Sie sich etwa 15 Minuten für den Aufbau: Sehr dunkles Licht oder eine verzerrte Perspektive lassen sich später auch mit KI nur begrenzt korrigieren.
Das Wichtigste
- Stellen Sie das Handy ab, gehen Sie etwa 1,5 Meter zurück und nutzen Sie eine optische 2-fach-Linse, falls vorhanden. Selfies aus Armlänge verzerren die Perspektive.
- Weiches Fensterlicht von vorn ist die einfachste Beleuchtung. Legen Sie die Belichtung auf das Gesicht.
- Fotografieren Sie Kopf und Schultern mit den Augen im oberen Bilddrittel. Porträtmodus, Filter und Blitz bleiben aus.
- Nehmen Sie mindestens 20 Bilder auf, wählen Sie 8 bis 15 aus und lassen Sie drei oder vier mit Timer oder von einer anderen Person aufnehmen.
- Zu dunkle, zu weit entfernte, sehr unscharfe, seitliche oder doppelte Fotos sowie Bilder mit verdecktem Gesicht oder mehreren Personen können zurückgewiesen werden.
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